Adolf Rosenberger

…. Wer sind diese Personen?

Auf den zwei Aufnahmen vom Böblinger Flughafen mit einer Fokker-Grulich D-741 sind zwei Personen abgebildet, die uns unbekannt waren.

Recherchen ergaben, dass es sich um den Autorennfahrer Adolf Rosenberger und seinem Mechaniker handelte. Adolf Rosenberger wurde im Jahr 1900 in Pforzheim als Sohn des Geschäftsmanns Simon Rosenberger geboren. In den 1920er Jahren zählte er mit 23 Jahren zu den erfolgreichsten europäischen Rennfahrern. Am 11. Juli 1926 kam es beim Großen Preis von Deutschland auf der Berliner AVUS zu einem tragischen Unfall, als Rosenberger bei einem Überholversuch die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und in die Rundenzähltafel und ein Zeitnehmerhaus raste. Während Rosenberger und sein Beifahrer den Unfall verletzt überleben, starben zwei Studenten im Zeitnehmerhaus und der Schildermaler an der Rundenzähltafel.

Großer Preis von Deutschland für Sportwagen auf der Avus, 11. Juli 1926. Startvorbereitungen an den Boxen. A.Rosenberger (Start-Nr.19) auf Mercedes 2-Liter-8-Zylinder mit Kompressor
Großer Preis von Deutschland für Sportwagen auf der Avus, 11. Juli 1926. A.Rosenberger (sitzend in der Mitte) während des Trainings an den Boxen.

Großer Preis von Deutschland für Sportwagen auf der Avus, 11. Juli 1926. A.Rosenberger (Start-Nr.19)

Großer Preis von Deutschland für Sportwagen auf der Avus, 11. Juli 1926. A.Rosenberger (Start-Nr.19)

Großer Preis von Deutschland für Sportwagen auf der Avus, 11. Juli 1926. Der Mercedes 2,0-Liter-8-Zylinder-Rennwagen mit Kompressor von A.Rosenberger (Start-Nr.19), ging durch einen dramatischen Unfall vollständig in Trümmer. (Rosenberger und sein Mechaniker zogen sich Knochenbrüche und eine Gehirnerschütterung zu).

Video des Rennen im Daimler-Archiv – es öffnet sich ein neues Fenster (Tab)

Als Freund von Ferdinand Porsche wurde Rosenberger im Dezember 1930 als Teilhaber und kaufmännischer Direktor Mitbegründer von dessen neu eröffnetem Konstruktionsbüro, der Dr. Ing. h. c. F. Porsche GmbH. Seine Anteile betrugen 10 Prozent. Als Jude wurde Rosenberger am 5. September 1935 verhaftet und am 23. September in KZ Kislau eingewiesen, vier Tage später aber entlassen. Im November 1935 verlegte er seinen Hauptwohnsitz nach Paris und emigrierte 1938 in die USA.

Der SWR brachte im Dezember 2017 eine Sendung über Alfred Rosenberger