Swissair

…flog auch über Stuttgart-Böblingen

(Quelle: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, kurz ETH Zürich – mit eigenen Ergänzungen)

Die Destination Stuttgart war schon bei der Fluggesellschaft Ad Astra Aero AG (1919-1931) auf dem Flugplan. Die Ad Astra Aero AG war die die Vorgängerfirma der Schweizer Luftfahrtspioniere Walter Mittelholzer, Leiter der Photoabteilung, und Alfred Comte, Chefpiloten für Landflugzeuge, die 1931 mit der Balair in Basel zur Swissair fusionierte.

eine Fokker-Grulich FIII  der Balair auf dem Flughafen Böblingen. Tanken aus einem unterirdirschen Tanklager

 

Flugstrecke Zürich – Stuttgart – Halle/Leipzig – Berlin

Die Strecke Zürich – Suttgart – Halle/Leipzig – Berlin, in Kooperation mit der Lufthansa, war bereits im ersten Betriebsjahr der Swissair Teil des Flugplans.

swissair-1934Typische Flugstrecken im Jahr 1934 waren etwa Zürich – München – Wien, ebenfalls zusammen mit der Lufthansa, oder Genf – Paris, in Kooperation mit der Air France. Nächtliche Postflüge wurden auf den Strecken Basel – Frankfurt – Basel oder Zürich – Konstanz – Karlsruhe durchgeführt. Im Swissair-Fotoarchiv befinden sich aus dem Jahr 1936 sowohl Flugpläne als auch Werbeplakate

Werbung für die neuen Flugstrecken im Winter: Zürich - London und Zürich - Stuttgart - Berlin

Werbung für die neuen Flugstrecken im Winter: Zürich – London und Zürich – Stuttgart – Berlin

Links: Swissair-Fahne, rechts: Lufthansa-Fahne. Werbetext: Fliegen Sie jetzt Zürich-Stuttgart und retour für Fr. 39.50. Fliegt nach Deutschland! Swissair-Lufthansa

Links: Swissair-Fahne, rechts: Lufthansa-Fahne. Werbetext: Fliegen Sie jetzt Zürich-Stuttgart und retour für Fr. 39.50. Fliegt nach Deutschland! Swissair-Lufthansa

Flugplanung. Zürich - Stuttgart - Halle/Leipzig - Berlin, Nr. 12 Swissair-Lufthansa 19.4.-3.10.1936

Flugplanung. Zürich – Stuttgart – Halle/Leipzig – Berlin, Nr. 12 Swissair-Lufthansa 19.4.-3.10.1936

 

Die Swissair im Jahr 1934

Die Flotte bestand 1934 aus 7 Fokker (VIIa, VIIb), 1 Messerschmitt M18, 1 Comte AC 4, 2 Lockheed Orion. Neu hinzu kamen die erste Clark GA-43 (CH-169) und die erste Douglas DC-2 (HB-ITI).

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Fokker FVII auf dem Böblinger Flughafen 1928

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eine weitere Fokker FVII auf dem Böblinger Flughafen 1928

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Douglas DC2 Flughafen Böblingen 1934

Überschattet wurde der Deutsch-Schweizer Luftverkehr 1934 durch den Crash der Curtiss Condor AT-32C (CH-170) am 27. Juli in Tuttlingen bei Stuttgart, in der die Swissair-Hostess Nelly Diener, die erst seit dem 1. April 1934 als erste Hostess einer europäischen Fluggesellschaft tätig war, ums Leben kam. Insgesamt verloren neun Passagiere und 3 Crewmitglieder ihr Leben. Die Curtiss Condor AT-32C hatte ihren Jungfernflug am 30. Januar 1933.

Im Jahr 1934 wurden 17.704 Passagiere mit der Swissair befördert, 13.003 im Vorjahr. Die Swissair beschäftigte insgesamt 87 Personen.

Flugstrecke Zürich - Stuttgart - Leipzig - Berlin

Die Swissair-Hostess Armande Stöcklin beim Einstieg in eine Douglas DC-3 in Dübendorf auf der Flugstrecke Flugstrecke Zürich – Stuttgart – Leipzig – Berlin, ca. 1937

 

Mittelholzers Flug Leipzig – Stuttgart

Über den Flug Leipzig – Stuttgart wissen wir nur, dass er 1934 stattgefunden hat. Auf den insgesamt 43 Bildern waren keine weiteren Informationen mitgeliefert. Wann genau und ob es ein normaler Linienflug war, ist leider nicht bekannt. Alle Bilder, aufgenommen zwischen Leipzig und Stuttgart, im Jahr 1934 in einem Fotofilm