Freiburg-Böblingen

… durch Böblingen erhielt Freiburg Anschluss an die weite Welt

Der folgende Bericht ist aus einem Fotoalbum des Stadtarchivs Freiburgs. Hier wird der 1.Mai 1926 als Eröffnung der Fluglinie Freiburg – Stuttgart – Freiburg genannt, in den Ausführungen auf der homepage des City-Flughafens Freiburg der 03.Juli 1926 (?).

  • Die folgenden Passagen mit freundlicher Genehmigung des City-Flughafens Freiburg. (Stuttgart steht zu dieser Zeit für Böblingen)

„Bereits am 3. Juli 1926 wurde die regelmäßige Fluglinie Freiburg-Stuttgart eröffnet. Die Maschinen flogen in Freiburg um 11.40 Uhr ab und landeten in Stuttgart-Böblingen um 12.50 Uhr. Der Rückflug ging ab Stuttgart 13.10, an Freiburg 14.20. Die Werbung für die Fluglinie nach Stuttgart wurde sehr intensiv und attraktiv betrieben. Die Gegenüberstellung der Flugdauer mit der Eisenbahnfahrt erbrachte eine Differenz von über 3 Stunden Zeitgewinn zugunsten der Fluglinie. Demgegenüber stand lediglich ein um 4,60 DM höherer Flugpreis. Der Flugpreis betrug RM 25.-, während eine Eisenbahnfahrkarte 2. Klasse zu jener Zeit RM 22.40 kostete. Vor allen Dingen wurden die Anschlußflüge nach Erfurt, Halle, Berlin, Nürnberg,“

„Am gleichen Tage, als Innenminister Remmele seinen Brief in Karlsruhe schrieb, beschloß der Bürgerausschuß mit überwältigender Mehrheit, den Anschluß Freiburgs an den Weltluftverkehr durch eine Linie Freiburg-Stuttgart, evtl. mit einer Verlängerung nach Basel, zu suchen.“

„Bei der Eröffnung der Linie Freiburg-Stuttgart am 3.Juli 1927 in Freiburg (nicht in Stuttgart) sprachen die Vertreter Freiburgs offensichtlich aus reinem Herzen einen echten Dank an das Entgegenkommen der Berliner und Stuttgarter Stellen aus.“

„Ein schwacher Trost war es, dass 1929/1930 der Flugbetrieb auf der Linie 26 Freiburg – Stuttgart mit an der Spitze im Reichsgebiet lag und während 8 Monate ununterbrochen beflogen wurde.“

„Dann wurde dieser zusätzliche Linienbetrieb eingestellt, so daß nur die Fluglinien Nr. 46 nach Stuttgart und Nr. 49 nach Konstanz bestehen blieben.“

„Bei diesem Stand der Dinge war es verständlich, daß man Freiburg auch in den internationalen Luftverkehr einbeziehen wollte. Vorgesehen waren die internationalen Fluglinien Nr. 31 Zürich-Freiburg-Amsterdam, Nr. 12 Berlin-Freiburg-Bern, Nr.22 Stuttgart-Freiburg-Barcelona.“

„In diesem Zusammenhang verschlechterte sich auch der Anschluß von Stuttgart aus an das übrige Streckennetz. Es war ein schwacher Trost, daß ab l. Mai 1935 eine zweite Linie nach Stuttgart eingerichtet wurde, die eine Verlängerung nach Dresden und Breslau brachte“

„Die Flugzeugspende 1933 hatte in Freiburg ein erwartet günstiges finanzielles Ergebnis. Insgesamt kamen RM 27527,56 zusammen, die von Industrie, Handel, Gewerbe und Privatpersonen gespendet wurden. Von dem Spendenaufkommen wurden in Böblingen zwei „Klemm“-Flugzeuge L 25 D und L 25 C VI bestellt, die im August 1933 zur Verfügung standen. Darüber hinaus stiftete die Stadtverwaltung ein „Klemm“-Flugzeug.“

Me 109 abends nach Böblingen

„Zu Beginn des Westfeldzuges war eine Staffel Me 109-Jagdflugzeuge auf dem Platz stationiert. Da die technischen Einrichtungen einen Nachtflugbetrieb nicht gestatteten, wurden die Maschinen abends nach Böblingen verlegt, um am frühen Morgen wieder in Freiburg zu landen. Zu ihren Aufgaben gehörte auch der Jagdschutz für die Sturzkampfflugzeuge Ju 87 anläßlich ihres Einsatzes gegen die Maginotlinie.“

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