Wunibald Kamm

… war ein genialer Kontrukteur und Erfinder des Kammhecks

SHW kamm_wunibald_091006

*26.04.1893 Basel     +11.10.1966 Stuttgart

 

1920 Maschinenbau-Studium an der TH Stuttgart Abschluß

1922 Promotion Thema über Stabilitätsfragen des von ihm entwickelten K-Fesselballons.

1922 bis 1925 Anstellung in der Rennmotoren-Abteilung der Daimler-Motoren-Gesellschaft unter Paul Daimler und Ferdinand Porsche.

DMG-2-L-Achtzylinder  Rennmotor (entwickelt von Porsche und Kamm)

DMG-2-L-Achtzylinder  Rennmotor eingebaut

1. Februar 1925 bis 30. September 1926 Leiter des Fahrzeugbaus der Schwäbischen Hüttenwerke und damit verantwortlich für die Entwicklung und den Bau von 3 Prototypen des legendären SHW-Wagens in Böblingen.

1926 bis 1930 Leiter der Motorenabteilung für die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Berlin-Adlershof. Dort war er auch für das Prüffeld für Flugtriebwerke zuständig.

1. April 1930 Berufung als Ordinarius auf den Lehrstuhl für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren der Technischen Hochschule Stuttgart berufen. Im selben Jahr noch (am 15. Juli) gründete er die gemeinnützige Stiftung Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), die es ihm erlaubte, ohne die engen Regeln der Hochschule mit der Industrie zusammenarbeiten zu können. Bis 1945 war er in Personalunion Lehrstuhlinhaber und Vorstand des FKFS. In diesem Zeitraum gelang es ihm, das FKFS zu einem der bedeutendsten Großforschungs-institute mit bis zu 650 Mitarbeitern und zahlreichen Versuchseinrichtungen auszubauen, was während des 2. Weltkrieges zunehmend auch auf wehrtechnische Beauftragungen zurückzuführen war. Kamm, ein Pionier der Kraftfahrzeugforschung, setzte sowohl im Bereich der Kfz-Aerodynamik unter anderem mit der Entwicklung des K-Wagens und dem Bau eines Kraftwagen-Vollprüffeldes mit einem 1:1-Windkanal als auch im Bereich der Verbrennungsmotoren Maßstäbe. Wichtig waren auch seine Erkenntnisse auf dem Gebiet des Reifen-Fahrbahn-Kontaktes (Kammscher Kreis).

1945 nach französischer Internierung in Ravensburg und späterer Übernahme durch US-Streitkräfte, begann Kamms Nachkriegskarriere. Zunächst war er im Auftrag des amerikanischen Staates als beratender Ingenieur auf dem Wright-Patterson Air Force Field in Dayton (Ohio/USA) tätig. Weiterhin hatte er eine Stelle als Research-Professor am Stevens Institute of Technologie in Hoboken (NJ, USA) inne, die es ihm ermöglichte, seine bisherigen Forschungsthemen wieder aufzunehmen.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland leitete Kamm für 3 Jahre die Abteilung Maschinenbau am Batelle-Institut in Frankfurt.

1958 aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand nach Stuttgart.

11.Oktober 1966 gestorben in Stuttgart


6.Oktober 2009 wurde Wunibald Kamm in die US-amerikanische Gedenkhalle „Automotive Hall of Fame“ aufgenommen.  Aus dem vielseitigen Lebenswerk von Prof. Dr.Ing. E.h. Wunibald Kamm haben die Direktoren der Automotive of Fame, Dearborn, Michigan (USA) unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Jeffrey K. Leetsma die Pionierleistungen Kamms auf dem Gebiet der Aerodynamik des Kraftfahrzeugs als besonders würdigungsträchtig herausgestellt.

Mit der Aufnahme in die „Automotive of  Fame“ wird Kamm als einer der „weltweit herausragenden Persönlichkeiten“ gewürdigt, die auf dem Gebiet des Kraftfahrwesens durch geniale Schöpfungen, Engagement und wertvolle Erfindungen bedeutende Beiträge zum Fortschritt des Automobils geleistet haben. Die 1939 in New York gegründete Instution ist eine gemeinnützige Organisation und widmet sich dem Gedenken an die früheren Pioniere des Automobilbaus sowie zeitgenössischen Persönlichkeiten der Automobilbranche. In der Gedenkhalle in Dearborn, die jährlich von rund 30.000 Interessenten besucht wird,  werden das Lebenswerk der aufgenommenen  Persönlichkeiten und ihre ihre Beiträge zum Fortschritt  der Technik präsentiert. Die Ehre der Aufnahme wurde bisher etwa 200 Persönlichkeiten zuteil.  Darunter befinden sich 16 Deutsche:  Gottlieb Daimler, Rudolf Diesel, Carl Benz, Robert Bosch, Heinrich Nordhoff, Ferdinand Porsche, Bela Barenyi, Wilhelm Maybach, Carl Opel, Heinrich Opel, Ludwig Opel, Friedrich Opel, Ferdinand Graf Zeppelin, August Horch und Eberhard von Kuenheim.

Das Archiv der Universität Stuttgart stellte uns freundlicherweise den Film von der Veranstaltung zur Verfügung. Hier der Ausschnitt über Wunibald Kamm:

 

 

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